Maria-Sophie(17) wird sterben, ihr letzter Wunsch: „Ein weißer Sarg“

(Quelle Mopo) Die 17-jährige Maria-Sophie Byrla aus Hamburg hat einen Wunsch. Im Gegensatz zu anderen Mädchen ihres Alters wünscht sie sich aber kein neues Paar Schuhe oder die schicke Tasche von dem angesagten Designer. Maria-Sophie wünscht sich einen weißen Sarg. Denn: Sie hat Knochenkrebs, stirbt vielleicht noch in diesem Jahr daran. Was eine todkranke 16-Jährige […]

(Quelle Mopo) Die 17-jährige Maria-Sophie Byrla aus Hamburg hat einen Wunsch. Im Gegensatz zu anderen Mädchen ihres Alters wünscht sie sich aber kein neues Paar Schuhe oder die schicke Tasche von dem angesagten Designer. Maria-Sophie wünscht sich einen weißen Sarg. Denn: Sie hat Knochenkrebs, stirbt vielleicht noch in diesem Jahr daran.

Was eine todkranke 16-Jährige übers Leben denkt?
Es ist fast ein Jahr her, dass die „Hamburger Morgenpost“ das zierliche Mädchen das erste Mal zum Gespräch traf (Artikel). Sie wirkte gefasst, sprach ganz offen über ihre Krankheit. Als es jedoch um das Thema Tod ging, brach die heute 17-Jährige in Tränen aus. Es fiel ihr schwer, darüber zu sprechen. Anstelle sich Gedanken über Schulabschluss und Berufswahl zu machen, lebt sie von einem Moment zum Nächsten, versucht in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu erleben – denn sie hat Knochenkrebs. Eine Chance auf Heilung gibt es nicht.

„Wir versuchen, die schlimmen Gedanken zu verdrängen, solange wir noch können“, sagte ihre Mutter Manuela Byrla damals. Doch genau das wurde von Tag zu Tag schwerer.

Mittlerweile geht es Maria-Sophie so schlecht, dass ihre Familie glücklich wäre, könnten sie noch einmal gemeinsam Weihnachten feiern. „Es ist klar, dass sie bald sterben wird. Wir wissen eben nur nicht genau wann“, so ihre Mutter.
Maria-Sophie selbst ist wegen ihrer Krankheit nicht mehr in der Lage, mit uns zu sprechen. Sie leidet am Ewing-Sarkom, wie sich ihr Tumor nennt, hat Metastasen in Becken, Knochenmark, Lymphknoten und Lunge.

Vor circa drei Jahren wurde der Knochenkrebs das erste Mal diagnostiziert. Es folgten Operationen, Chemotherapie und Bestrahlungen. Nach einem Jahr galt Maria-Sophie als geheilt. Ein Irrtum.
Letztes Jahr im November kehrte der Krebs zurück. Heilung ist laut den Ärzten ausgeschlossen. Während die 17-Jährige in der Hamburger Morgenpost vor einem Jahr noch davon erzählte, was sie vor ihrem Tod alles unternehmen möchte, hat sie jetzt nur noch einen Wunsch: einen weißen Sarg für ihre Beerdigung. Denn: Früher wurden junge Menschen häufig in weißer Kleidung beerdigt, heute sind es weiße Särge, die für die Unschuld der Kinder stehen.

Die Kosten für die Bestattung übernimmt eigentlich das Sozialamt, weil ihre Mutter seit Maria-Sophies Krankheit auf Hilfe angewiesen ist – ein weißer Sarg ist für Jugendliche in Maria-Sophies Größe (1,67 Meter) jedoch nicht vorgesehen und müsste extra bestellt werden. So würde er die für die gesamte Sozialbestattung durchschnittlich veranschlagten Kosten (inklusive Friedhofsgebühren) von 2.500 bis circa 3.000 Euro überschreiten.
Trotz ihrer 17 Jahre fühlt Maria als Kind, wünscht sich einen weißen Sarg. Ich kann ihn nicht bezahlen, möchte ihr diesen letzten Wunsch aber erfüllen“, so Mutter Manuela Byrla.

 

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